Entscheidungen treffen / Ergebnissicherung

Viele der Methoden bleiben dahingehend offen, wie mit den Ergebnissen umgegangen werden soll. Auch hierfür gibt es einige Möglichkeiten, damit erarbeitetes, produktives Wissen nicht wieder verloren geht. Ebenso sollte eine Diskussion nicht mit erneuter Diskussion oder gar Streit um die Ergebnissicherung enden.

Priorisierung / Gewichtung

Hilfreich, wenn nicht alle Ideen umgesetzt werden können.

So viel Zeit muss sein: 15-20min. Gruppengröße: 5-25 Personen Was gebraucht wird: Klebepunkte, Metaplanwand oder Flipchart Eignet sich für: Abwägungsfragen, ähnlich gewichtete Ideen

So funktioniert’s: Die verschiedenen Vorschläge werden auf einer Metaplanwand oder einem Flipchart präsentiert (je nach Methode hängen sie dort sowieso schon). Jeder Vorschlag wird noch einmal kurz (!) vorgestellt. Am schnellsten geht es, wenn dies von dem/der ModeratorIn übernommen wird. Es können aber auch VerfechterInnen aus der Gruppe den Vorschlag vorstellen.

Wenn alle Ideen vorgestellt sind, erhält jedes Gruppenmitglied 2 Klebepunkte. Nach einer kurzen Denkpause wird die Gruppe gebeten, die zwei für sie wichtigsten Ideen mit einem Punkt zu versehen. Es können nicht beide Punkte auf eine Idee kumuliert werden. Das Kleben sollte möglichst zeitgleich geschehen.

Anschließend können die Ideen ihrer Punktzahl entsprechend geordnet und über die Auswahl gesprochen werden. Je nachdem, wie viele Ideen verwirklicht werden, kann mit der entsprechenden Anzahl dann der weitere (Zeit-)Plan verfolgt werden.

Interessensabfrage

So viel Zeit muss sein: 20-30min.

Gruppengröße: 5-25 Personen

Was gebraucht wird: Metaplanwand oder Flipchart, Stifte

Eignet sich für: Projekt- / Veranstaltungsplanung

So funktioniert’s: Auf einer Metaplanwand oder einem Flipchart werden die notwendigen Aufgaben notiert. Anschließend werden die Teilnehmenden gebeten, sich selbst bei der Aufgabe, die sie gerne übernehmen möchten, einzutragen.

Wichtig ist, den Teilnehmenden zu verdeutlichen, dass Aspekte offen bleiben können und sie sich nur bei den Aufgaben eintragen sollen, die sie auch wirklich erfüllen wollen und können.

Dadurch wird ersichtlich, welche Aufgaben eher unbeliebt und problematisch werden können. Zudem fühlt sich die Gruppe ernst genommen. Die übrigen Aufgaben können danach gesondert diskutiert und vergeben werden.

Smarte Ziele und Eisenhower-Prinzip

Auch diese beiden Methoden stellen Möglichkeiten zur Entscheidungsfindung dar. Sie wurden bereits oben unter Zeit- und Selbstmanagement vorgestellt.

Sofort-Protokoll

Die schnelle Variante: was, wie, wer?

So viel Zeit muss sein: 15-30min.

Gruppengröße: 2+ Personen

Was gebraucht wird: Papier und Stifte / Sofort-Protokoll-Dokument oder Metaplanwand

Eignet sich für: Projekt- / Veranstaltungsplanung, Problemlösung

So funktioniert’s: Die Ergebnisse einer Diskussion werden zur Grundlage genommen, um eine Matrix auszufüllen. Diese kann entweder allen Beteiligten vorliegen oder aber auf einer Metaplanwand gemeinsam aufgefüllt werden. Dann sollte sie am Ende jedoch unbedingt abfotografiert werden!

Das Sofort-Protokoll-Dokument besteht aus einer Tabelle mit vier Spalten:

  • Problem
  • Ziel
  • Maßnahme
  • Verantwortlich

Anhand der Kriterien was ist das Problem?, was ist unser Ziel?, wie kommen wir dort hin? und wer kümmert sich darum? können verschiedene Maßnahmen direkt zugeordnet und gesichert werden.

Am Prozess des Ausfüllens dieser Matrix sollten alle TeilnehmerInnen beteiligt sein.